19.09.2018 - Gebratene Garnele in Sternanis und Chili auf Kürbiscreme und Ingwer mit knusprigem Sauerteig und gerösteten Kürbiskernen zu Kernölschaum und Basilikum

Manchmal kommt es vor, dass einen der Kellner hasst. Vor allem, wenn bei der Gerichtsbeschreibung den einzelnen Komponenten die essentiell wichtige Aufgabe obliegt, mit ihrer Präsenz am Teller die Gesamtgestaltung der Kreation zu unterstützen. Jedoch das harmonische Gesamte bedarf jeder einzeln genannten Zutat.

Die Garnele bekommt mit dem Sternanis und dem Chili und den beim Anbraten entstandenen Rauchgeschmack, einen zusätzlichen Schub in Richtung Geselchtes.
Gedrosselt wird der würzige Salzwasserengerling durch den nussigen Geschmack des Kürbis, welcher wiederum durch den Ingwer eine interessante Nuance an Frische bekommt.
Die cremige Textur am Teller wird mittels Sauerteig und Kürbiskernen eine verspielte Gaumenfreude, welche für ein Knistern auf der Zunge sorgt.
Das frische Basilikum findet hier inm Sternanis einen perfekten Partner, da die herbe Würze des lakritzarigen Geschmackes mit dem ätherischen Öl des Königskrauts eine fantastische Duftnote ergibt.
Der Schaum aus dem aus der Kürbispflanze gewonnen Öl hemmt nicht nur die Schärfe des Chilis, sondern es bekommt der Teller zugleich ein Parfum, welches die Creme durch eine zusätzliche preorale Wahrnehmung im Geschmack verstärkt.

Wie zu lesen ist, ist es unumgänglich, eine der genannten Zutaten wegzulassen, da diese wie die Habitatfaktoren eines gesunden Ökosystems in einer perfekten Symbiose aufeinander wirken.

Auf Euer Kommen freut sich Felix jun.