15.03.2017 - Knuspriges Hühnerfleisch mit Bambussprossen und Pilzen

Hühnerfleisch Chop Suey ist die genaue Definition, dieser in Amerika entstandenen Wokkreation. Angeblich hat ein Koch des asiatischen Gastronomiezweiges einem Gast nach dem Schließen des Lokales, durch gelungene Überredungskunst des hungrigen Besuchers, doch noch eine angeblich typische Speise aus dem fernen Osten kreiert.

Auch in unseren Breitengraden ist die Geflügelhauptspeise nach einer knusprigen Gemüsetasche, oder einer stark gebundenen, süß und sauer abgeschmeckten Suppe keine Seltenheit.

Ein Liebhaber der Mononatriumglutamat-Küche bestellt die Speisen oft mit Hilfe der fortlaufenden Nummerierung der Gerichte. Nach der Angabe des Zahlencodes wird der Kellner prüfend angesehen. Ein Gefühl des Staunens und zugleich der Erleichterung ist im Gesichtsausdruck des Gastes zu erkennen, da es sich offensichtlich um einen geschulten Servicemitarbeiter der hiesigen Verpflegungsstätte handelt, wenn dieser in der Lage ist, die Nummern wieder in Gerichte rückzuübersetzen.

Beeindruckend ist auch, wie einem vor dem Teller eine Art Buffetbereich aufgebaut wird. Hier kann man die Portionsmenge des einen Tellers löffelweise auf den anderen geben, um diese dann mit Messer und Gabel zu verzehren.
Eine Sensation ist es ebenfalls, dass es dem Koch immer wieder aufs Neue gelingt, den Geschmack des Saucengerichtes so zu treffen, dass dieses eigentlich immer gleich schmeckt.

Ein absolutes Highlight ist es, nach dem Verzehr dabei staunend zuzusehen, wie es dem Gastronomiefachmann möglich ist, die Teller und Platten, samt Gläsern und Schalen auf einmal mitzunehmen, ohne eine Miene zu verziehen. Die Kraft und das Balancegefühl hierfür muss jahrelanges Training in Anspruch nehmen.

Nach dem Zahlen noch einen süßen, lauwarmen Wein aus dem Schnapsglas und eine bröselnde Mehlspeise mit einer Lebensweisheit mit auf den Weg.

Auf Euer Kommen freut sich Felix jun.